Südstrand Interessengemeinschaft Fehmarn e.V.

 
IG Fehmarn (Südstrand), c/o Dr. Carl W. Barthel, Richard-Byrd-Str. 18, 50829 Köln
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An die Presse


Pressemitteilung vom 12.5.06

Auf der ersten Sitzung des am 14.04.2006 neu gewählten Vorstandes der Südstrand-Eigentümer-Interessengemeinschaft Burg hat dieser sich eingehend mit dem Thema einer neuen Hotelanlage am Südstrand/Fehmarn befasst.
Der Vorstand wendet sich scharf gegen eine Bebauung der dort vorhandenen Spielwiese. Auch eine „teilweise Bebauung“ widerspricht der Interessenlage der Bewohner und Besucher des Südstrandes. „Früher oder später droht dann die vollständige Bebauung der Spielwiese!“ befürchtet Dr. Barthel, 1. Vorsitzender der Interessengemeinschaft.

  • Die Spielwiese befindet sich innerhalb einer gewachsenen Strukturierung des Südstrandgelände.

  • Die Spielwiese wird in der Hauptsache von Kindern und Jungendlichen stark fre-quentiert. Diese suchen geradezu das Publikum an beiden Längsseiten der Spielwiese.

  • Alternativen für einen anderen Ort einer Spielwiese, die eine gleich hohe Akzep-tanz und Attraktivität für Kinder und Zuschauer aufweist, wird nicht gesehen.

  • Die Spielwiese hat ein eigenes Flair. Eine dortige Bebauung mit einer mächtigen Hotelanlage würde den Südstrand „Mallorca-ähnlicher“ machen, was nicht im Gesamtinteresse sein kann.

  • Der Vorstand geht davon aus, dass auch die Bürger von Fehmarn mit einer der-artigen Imageverschlechterung nicht glücklich sind.

Der Vorstand unterstützt andererseits das Anliegen der Stadt Fehmarn, durch Verkauf von Grundbesitz zusätzliche Einnahmen zu erzielen, die im Hinblick auf die vom Land avisierten Zuschüsse zu einer weiteren Gesamtverbesserung des Südstrandes beitragen könnten.
Der Vorstand sieht hierfür als mögliche Lösung eine großzügige Hotelanlage in östlicher Richtung am Ende der bisherigen Bebauung neben dem Haus Vitamar. Dort könnte ein neu-es Zentrum für Hotelgäste im oberen Marktsegment entstehen. Insbesondere würde hier-durch auch nicht eine unmittelbare Konkurrenzsituation zur IFA entstehen. Eine Bebauung über 5 Geschosse sollte aber nicht angestrebt werden.
Der Vorstand wird sich nach Einsicht in die neuen Pläne erneut mit der Thematik befassen und Stellung beziehen.

Dr. Barthel
(1. Vorsitzender)


Pressemitteilung vom 29.07.06

Auf der letzten Sitzung des Vorstandes der Südstrand-Eigentümer-Interessengemeinschaft hat dieser sich erneut mit der Situation am Südstrand befasst.

Einerseits wird begrüßt, dass die über lange Zeit offene Situation am Südstrand mit den Problemfeldern Schwimmbad und Bebauung Spielwiese weitgehend geklärt erscheint und über die Beteiligung der Betroffenen am neu zu entwickelnden „Masterplan Südstrand“ mit den Kernpunkten Promenade längs des Binnensees und weiterer Attraktivierung der Halbinsel Aktivitäten in die richtige Richtung entwickelt werden. Andererseits ist zu befürchten, dass wesentliche Eigenschaften im Sinne einer positiven Corporate Identity des Südstrandes wie Naturbelassenheit, Familienfreundlichkeit, Eventdurchführungen und gute Erreichbarkeit verloren gehen.

Gerade die Positionierung des Südstrandes im Hinblick auf Wiesen, Wald und Wasser gegenüber den Betonwüsten von Heiligenhafen und der Trostlosigkeit am Strand Grömitz kam der Spielwiese eine bedeutsame Rolle zu. Diese wurde nicht nur von Groß und Klein der Strandbesucher sehr gut angenommen, sondern war auch prägend vom Land und von der See aus. Ersatzflächen durch das erneut beschlossene Baufenster in diesem Grünbereich sind nicht erkennbar. Eine ähnlich attraktive Spiellandschaft an anderer Stelle wird in den Planungen vermisst.

Die geplante neue Hotelanlage mit avisierten 4 Sternen wird weniger den Schwerpunkt auf Familienfreundlichkeit, als vielmehr auf Tagungshotel legen. Nicht von der Hand zu weisen ist aber die Gefahr, dass hier eine Art Geisterviertel mit hohem Imageschaden entsteht: Die beiden letzten Betreiber des in unmittelbarer Nähe liegenden Sportparks (zuletzt Piratenland) waren insolvent gegangen. Auf die Gäste macht das Leerstehen dieser vor sich her gammelnden Anlage ebenso wenig einen guten Eindruck wie die seit zwei Jahre leerstehende Anlage „Sailor’s Inn“ schräg gegenüber sowie die seit Jahren nicht mehr bewirtschaftete Tennisanlage. Als viertes Objekt steht seit diesem Jahr zu allem Überdruss das unmittelbar benachbarte Haus des Gastes leer. Skeptisch äußert sich Barthel zur Schwimmhallensituation: „Auch das neue Badmanagement muss erst einmal beweisen, dass es künftig besser wird.“ Vorstandsmitglied Hünker ergänzt: „Es wäre fatal, wenn in diesem touristisch hoch verdichtetem Bereich das Schwimmbad als fünftes Objekt nicht mehr ordentlich betrieben würde, von der neuen Hotelanlage ganz zu schweigen.“ Vorstandsmitglied Schemberg äußert ganz erhebliche Zweifel: „Hoffentlich kommt der neue Betreiber mit dem zugesagten Zuschuss aus!“ Der Politik und der Verwaltung wird dringend angeraten, auf die jeweiligen Eigentümer einzuwirken, dass die vorgenannten Objekte tatsächlich genutzt werden bzw. das in künftigen Verträger eine Betreiberpflicht installiert wird, damit langjähriger Imageschaden durch Leerstehen vermieden wird. Der Beschuss der Stadtvertretung, kein Baurecht für Eigentumswohnungen am Sportpark vorzusehen, wird im übrigen aber ausdrücklich begrüßt.

Durch das Leerstehen lassen des Haus des Gastes sowie des ehemaligen Sportparks weisen die Durchführungen von Events am Südstrand von der Quantität und Qualität einen eher negativen Trend auf. Hier muss man die ernormen Aktivitäten der im Wettbewerb stehenden anderen Ostseebäder sehen, insbesondere in den neuen Bundesländern. Hier gilt es, nicht den Anschluss zu verlieren und notfalls mit den üblichen Mitteln der Politik und der Verwaltung die Interessen der offenbar wenig an einem Strang ziehenden Eigentümern sowie der IFA unter einen Hut ziehen. Durch konsequentes Ausräumen der Dienstleistungsdefizite am Südstrand, insbesondere im Hinblick auf die Bereiche Ordnung, Sicherheit, Sanitäranlagen und Parkmöglichkeiten bei größeren Events würde die Attraktivität dieses touristisch stark frequentierten Areals erhöht.

Der Vorstand vermisst nach wie vor eine Planung bezüglich einer besseren Erreichbarkeit des Südstrandes für PKW-Fahrer. Der PKW-Verkehr zur Insel hat in den letzten Jahren nicht zuletzt infolge der rückläufigen Bahnverbindungen zugenommen. Es macht keinen Sinn, wenn man von Hamburg mit einem schnellen Fahrzeug in einer Stunde über die bald fertige Autobahn bis Burg kommt und danach über Gebühr lange im Stau steckt. Will man möglichst viele Gäste am Südstrand, insbesondere an der neuen Hotelanlage haben, so muss auch die Logistik bedacht werden. Es wäre schon gut, wenn man wenigstens von der Planung einer entsprechenden Trasse erfahren könnte.

Der Vorstand wird die weitere Entwicklung am Südstrand aufmerksam verfolgen. Die Interessengemeinschaft ist mit 450 Mitgliedern einer der mitgliederstärksten Vereinigungen auf Fehmarn. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage.

Dr. Barthel
(1. Vorsitzender)